Forschungsprojekt

"Konzeption und Aufbau einer standardisierten Beispieldatenbank für softwaregestützte Tragwerksberechnung in Anlehnung an VDI 6201 für den Einsatz von Statik-Software in BIM-basierten Prozessketten"

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Planungsprozesse im Bauwesen werden zukünftig fast ausschließlich softwaregestützt ablaufen. Die Digitalisierung erfordert eine klare Standardisierung der eingesetzten Software im Hinblick auf ihren verlässlichen Einsatz in einer automatisierten BIM-Prozesskette. Bisher sind Entwicklungen und Anwendungen von Software für die Tragwerksplanung kaum geregelt. In Deutschland kann Statik-Software von jedermann auf den Markt gebracht werden und ebenfalls von jedermann angewendet werden. Für die Qualitätssicherung bestehen weder auf Hersteller- noch auf Anwenderseite spezifische Vorgaben oder gar Regeln. Die unübersichtlichen Datenflüsse bei komplexen, ganzheitlichen Gebäudemodellen, wie sie bei einer durchgängigen BIM-Planung unvermeidlich sind, werden in Zukunft die Bewertung und Prüfung softwaregestützter Tragwerksberechnungen erheblich erschweren.

Durch das im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau geförderte Forschungsprojekt „Konzeption und Aufbau einer standardisierten Beispieldatenbank für softwaregestützte Tragwerksberechnung in Anlehnung an VDI 6201 für den Einsatz von Statik-Software in BIM-basierten Prozessketten“ soll anhand von Evaluierungsbeispielen eine Qualitätssicherung von Statik-Software zukünftig möglich sein. 19 Projektbeteiligte aus Forschung und Industrie sorgen für die Entwicklung einer praxistauglichen Beispieldatenbank.

VDI 6201 Blatt 2 gibt Hinweise zur Gestaltung von Evaluierungsbeispielen. Es sollen Beispiele gewählt werden, „für die sich Fehlerschranken für die Lösung angeben lassen, deren Überschreiten eine fehlerhafte Software vermuten lässt bzw. die aufzeigen sollen, ob ein bestimmtes Leistungsmerkmal (z.B. Berücksichtigung der Schubverformungen) in einer Software enthalten ist“.

Referenzlösungen müssen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen, d.h. es muss nicht zwingend die bestmögliche wissenschaftliche Theorie und damit die wirklichkeitsnächste Lösung zugrunde gelegt werden, sondern der dem anerkannten Stand der Technik entsprechende Berechnungsweg. Den Softwareherstellern und ihren Softwareentwicklern sollen die Verifikationsbeispiele helfen, eigene konzeptionelle Fehler aufzudecken. Den Softwareanwendern sollen sie ermöglichen, die Eignung eines Software-Produktes für ihre konkrete Problemstellung festzustellen.

Der in der VDI-Jahresausgabe 2018/2019 des Bauingenieur veröffentlichte Artikel über das Forschungsprojekt ist auch als Sonderdruck erschienen und kann hier abgerufen werden (www.bauingenieur.de).

Die Datenbank wird unter gleicher Adresse (www.evadat.de) im September 2019 freigeschaltet.

Projektpartner

  • Arup Deutschland GmbH

  • B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH

  • Breinlinger Ingenieure Hoch- und Tiefbau GmbH

  • Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein e.V.

  • Dlubal Software GmbH

  • Ed. Züblin AG

  • Frilo Software GmbH

  • Ingenieurbüro v.Spiess & Partner mbB

  • Kempen-Krause Ingenieure GmbH

  • Krätzig & Partner Ingenieurgesellschaft für Bautechnik mbH

  • Landesvereinigung der Prüfingenieure für Baustatik NW e.V.

  • Pirlet & Partner Ingenieurgesellschaft mbH

  • RIB Software SE

  • Schöck Bauteile GmbH

  • SOFiSTiK AG

  • Sweco GmbH

  • Verein Deutscher Ingenieure e.V.

  • WTM Engineers GmbH



Kontakt:

Für Rückfragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an:

Dr.-Ing. Kirsten Stopp
Bergische Universität Wuppertal
Pauluskirchstr. 7
42285 Wuppertal

E-Mail: stopp@uni-wuppertal.de